Camp-Notizen: Tag9

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QB Matt Leinart (7) gibt Anweisungen im Huddle (Foto: Tony Gonzales)

Am Mittwoch absolvierten die Oakland Raiders die neunte Trainingseinheit des Trainingscamps 2012, präsentiert von Verizon 4G LTE, in Napa Valley. Das erste Preseason-Spiel gegen die Dallas Cowboys am Montagabend rückt immer näher.

Dieses Spiel wird auch einen ersten Eindruck darüber vermitteln, wie sich die Neueinkäufe der "Silver and Black" ins Team eingefunden haben. General Manager Reggie McKenzie hat in der Saisonvorbereitung mehrere Spieler auf dem freien Markt verpflichtet, die nun im Camp um ihren Platz im Team kämpfen.

"Das Camp hier ist nicht zu toppen", versicherte QB Matt Leinart, der zuvor in Arizona und Houston gespielt hatte. "Zu meiner Zeit in Arizona haben wir in Flagstaff trainiert. Das war nett, doch noch viel weiter draußen. Die Logistik hier funktioniert viel besser und einfacher. Alles liegt sehr nah beieinander. Es sind ein großartiges Hotel und eine großartige Anlage. Houston war ebenfalls nett, aber das Wetter war furchtbar. Das hier muss eines der besten Trainingscamps in der NFL sein. Allein hier in der Stadt zu sein, dazu dieses Wetter, es ist toll."

TE Tory Humphrey fühlt sich bei den Temperaturen in Napa ebenfalls sehr wohl: "Ich war vorher in New Orleans. Das Wetter hier ist viel angenehmer, keine Luftfeuchtigkeit. Ich meine, es wird hier schon etwas heiß, aber das ist kein Vergleich zu New Orleans."

Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Wege. Das Trainingsgelände grenzt direkt ans Teamhotel. "Das Setup ist perfekt", sagte CB Ron Bartell. "Die Entfernung zum Hotel ist wunderbar. Ich mache zehn Schritte aus meinem Zimmer heraus und stehe auf dem Trainingsgelände. Die Fans waren auch großartig. Das Wetter ist klasse. Man ist hier im Weinanbaugebiet und kann also nicht meckern. Ich liebe es bis hierhin."

CB Shawntae Spencer, der im Vorjahr noch auf der anderen Seite der Bucht bei den San Francisco 49ers unter Vertrag stand, ist positiv überrascht vom Trainingscamp der Raiders in Napa. "Ehrlich gesagt, es gefällt mir hier", sagte er. "Hier oben in Napa ist der ganze Aufbau einfach klasse. Die Entfernung vom Hotel zum Feld. Ich geh aus meinem Zimmer und bin 30 Sekunden später in der Umkleidekabine. Das ist sehr angenehm."

Spencer fühlte sich hier zudem sehr schnell wohl, da er viele Gesichter aus früheren Zeiten kennt. Da sind Mitarbeiter aus dem PR-Bereich, der Team-Sicherheit, der Videocrew sowie Defensive Backs Coach Johnnie Lynn und Defensive Coordinator Jason Tarver und einige Spieler, die er von früher bereits kennt. "Diese Tatsache machte die Umstellung viel leichter", sagte Spencer. "Innerhalb und außerhalb der Umkleide gibt es hier viele bekannte Gesichter. Ich kenne auch schon Michael Huff durch gemeinsame Freunde länger. Ich habe oft gegen Ron Bartell gespielt und wir haben zudem am gleichen Tag Geburtstag. Uns verbindet eine gute Freundschaft. Ich fühle mich gut hier."

So einschüchternd es sein kann, wenn man zu einem neuen Team wechselt und viele neue Menschen kennenlernt, die Neueinkäufe hatten nie Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen. "Es ist nicht wirklich schwer gewesen. Wir sind alle Footballspieler und wissen also, was der andere so durchmacht und was in seinem Leben so passiert", erklärte Humphrey.

Für Leinart war die Umstellung sogar sehr einfach: "Wir sind eine gute Truppe hier. Ich war hier schon bei den OTAs im Sommer dabei und im Minicamp. Football ist also wie eine Studentenverbindung. Egal von welchem Team du kommst, man hat immer Respekt vor dem anderen, denn wir machen dasselbe."

Bartell musste bereits einige Witze über sich ergehen lassen, gehört doch zu den älteren Spielern im Team. Doch er nimmt es mit Humor. "Ich bin ja erst 30 Jahre alt", sagte er. "Doch ich bin der viert- oder fünftälteste Spieler im Team. Das ist anders für mich. Die Jungs ärgern mich schon, sagen, ich sei ein alter Mann. Doch es macht mir viel Spaß hier. Alle haben mich mit offenen Armen willkommen geheißen. Ich liebe die Atmosphäre innerhalb des Teams. Der neue Trainerstab ist großartig. Angefangen von ganz oben bis hin zum Besitzer und Reggie (GM Reggie McKenzie; Anm.d.Red.) haben mich alle sehr willkommen geheißen."

Doch nicht nur das Trainingscamp an sich kommt bei den Spielern sehr gut an. Auch die Struktur des Camps wird in höchsten Tönen gelobt. "Ehrlich gesagt ist es völlig anders, als ich es zuvor kannte", erklärte Spencer. "Ich liebe es, wie Coach Allen das Camp strukturiert hat. Er verteilt die Einheiten sehr gleichmäßig, die Trainingszeiten, die freien Tage, aber auch die Meetings. Ich habe da auch schon ganz schlimme Erfahrungen vor dem neuen Tarifvertrag gemacht, als die Spieler mit zwei Trainingseinheiten pro Tag völlig fertig gemacht wurden. Es ist also wirklich schön hier."

Solche Doppeltrainingseinheiten, sogenannte Two-a-Days, hat Bartell lange genug erlebt gehabt: "Als ich damals in die Liga kam, waren Two-a-Days an der Tagesordnung. Das war viel härter. Die Struktur hier gefällt mir sehr. Damals ging es viel härter zur Sache. Wir hatten zwei Mal am Tag Training in voller Montur und dann noch ein Walk Through am Abend. Ich kann mich hier also nicht beschweren. Ich sage den jungen Spielern immer wieder, wie gut sie es unter dem neuen Tarifvertrag haben. Man kann sich heutzutage viel besser erholen und seinen Körper fit halten. Und so hat man eine größere Chance, ins Team zu kommen. Ich liebe es."

Der neue Tarifvertrag sieht auch einen freien Tag pro Woche vor – und den haben die Raiders am Donnerstag. Am Freitag wird dann wieder fürs Monday Night Game gegen Dallas trainiert. Alle Informationen rund ums Camp gibt es wie immer auf Raiders.com, RaidersaufDeutsch.com, Facebook und Twitter.

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