Camp-Notizen: Tag8

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TE Richard Gordon macht sich lang für diesen Catch (Foto: Tony Gonzales)

Seit anderthalb Wochen befinden sich die Oakland Raiders nun bereits im Trainingscamp 2012, präsentiert von Verizon 4G LTE, in Napa Valley. Nach und nach spüren die Spieler das tägliche Training und die vielen Kraftübungen in den Knochen. Und jeder sucht auf seine Weise nach Wegen und Mitteln, voller Energie, Motivation und Frische zu bleiben.

Der Trainerstab zum Beispiel versucht, dem Team die nötigen Ruhephasen zu gönnen und für Abwechslung im Camp zu sorgen. "Man muss die Dinge einfach immer wieder etwas verändern", erklärte Head Coach Dennis Allen. "Auch in Zukunft werden wir Veränderungen vornehmen."

Trotz des straffen Zeitplans ist QB Carson Palmer sehr zufrieden damit, wie das Camp bislang verläuft. "Es ist hart. Morgen ist der siebte Tag in Folge, in dem wir in voller Montur trainieren und jeden zweiten Tag trainieren wir doppelt", sagte der Quarterback. "Viele Meetings, viele neue Elemente werden installiert, doch eine tolle Chance zu lernen, speziell für die jungen Spieler. Eigentlich aber für uns alle, denn alles ist ja neu hier. Lange Meetings, viele lange Stunden auf dem Feld. Doch genau deshalb sind wir doch hier."

Um den schwierigen Mittelteil des Camps zu überstehen, suchen die Spieler nach verschiedenen Wegen, sich zu motivieren. "Du weißt einfach, dass all die Schinderei es wert sein wird. Du schaffst es ins Team, bist hier draußen mit all deinen Mitspielern und fängst an, eine Tonne von Spielen zu gewinnen und hast eine gute Saison für die Raider Nation", sagte T Zach Hurd.

FB Owen Schmitt denkt hingegen in kleineren Schritten: "Du bringst einen Tag nach dem anderen hinter dich. Versuche nicht, zu weit nach vorne zu blicken oder alles stoßweise zu tun. Wir hatten vergangenen Donnerstag frei und versuchen die Tage aufzuteilen. Jeder sucht sich einen anderen Ausgleich. Ich denke nur von Tag zu Tag und sage mir dann, dass ich dem Ende einen Tag näher gekommen bin."

DT Tommy Kelly bereitet sich bereits auf seine neunte NFL-Saison vor. Der "alte Hase" ist in der Lage, sich durchzubeißen, denn er weiß, dass es seine Aufgabe ist: "Es ist dein Job. Du wirst bezahlt, um einen Job zu erledigen. So einfach ist das. Ich bin lieber hier und mache das, als zuhause auf der Couch zu sitzen und nicht bezahlt zu werden. Ich sage mir, ich könnte auch zuhause auf der Couch sitzen und pleite sein. Und das motiviert mich total. Ich habe lieber einen Job als keinen."

Die Spieler müssen sehr gewissenhaft arbeiten, um körperlich fit zu bleiben. "Ich höre genau auf unsere Krafttrainer", sagte TE Richard Gordon. "Die sagen uns, wir sollen viel Gatorade trinken, wir sollen viel Wasser trinken, richtig essen. Das sind die wichtigsten Dinge."

Hurd nutzt die Zeit vor und nach dem Training, um seinen Körper fitzuhalten. "Du musst auf deinen Körper achten", meinte er. "Du gehst in die Pools – den Whirlpool vor und die Eiswanne nach dem Training. Du passte einfach auf deinen Körper auf und ruhst dich aus, wenn dir die Coaches die Zeit dazu geben."

Das Trainingscamp ist Jahr für Jahr ein Test für Körper und Geist. Der Gedanke daran, dass das Team noch einen langen Weg vor sich hat, um sein volles Potenzial auszuschöpfen, hält Hurd mental fokussiert: "Ich schaue einfach auf die Spielzüge, halte meinen Kopf unten und erinnere mich an die Worte des Coaches: 'Irgendwann wird am Ende des Tunnels das Licht schon auftauchen'. Doch noch ist dieses Licht nicht zu sehen. Wir sind noch in der Dunkelheit. Doch wir kämpfen uns durch, denn wir wissen, wenn wir das Licht erst einmal sehen, war es all die Schinderei wert."

Kelly erinnert sich immer wieder daran, wofür er spielt. "Ich habe Kinder", erklärte er. "Meine Kinder sind meine Motivation. Wenn ich merke, dass mein Körper müde ist, dann erinnere ich mich einfach daran, dass ich auf meine zwei kleinen Jungs und meine Familie achten muss. Und das pusht mich."

Natürlich gibt es in einem Trainingscamp viel Monotonie. Viele Abläufe sind gleich, sind vorgegeben. Doch Kelly weiß, wie er trotzdem locker bleibt: "Ich reiße Witze. Nur so komme ich durch die Meetings. Ich versuche immer wieder Witze zu reißen. Es wird mit der Zeit natürlich schwerer, doch das ist einfach mein Ding."

Auch die Offensive Line versucht, das Trainingscamp locker zu sehen. "Unsere Meetings bringen Spaß", verriet Hurd. "Wir lernen viel und versuchen, das System und die Technik, die die Coaches von uns sehen wollen, zu verstehen. Wir sind ja einige Jungs in den Meetings und wir reißen gern Späße und haben Spaß. Wir machen einfach das Beste daraus, in einem Raum zusammen eingesperrt zu sein."

Schmitt hat eine ganz andere Art, sich zu entspannen. Wenn er die Zeit findet, dann greift er zu seiner Gitarre und spielt ein wenig darauf. "Ich habe meine kleine Gitarre dabei und wann immer sich die Zeit findet, spiele ich einfach ein wenig rum", sagte er. "Das bringt mich an einen anderen Ort und ich habe nicht mehr das Gefühl, im Camp zu sein."

Egal was ein Spieler tut, um das Camp zu überstehen, am Ende des Tages geht es um eine Sache, und die brachte Gordon auf den Punkt: "Du musst Football lieben. Wenn du Football liebst, weißt du, dass du deinen Job erledigen musst."

Und somit werden sich die Coaches und Spieler auch am Mittwoch wieder voller Elan auf den Trainingsplatz begeben. Über das neunte Training berichten wir wie immer auf Raiders.com, RaidersaufDeutsch.com, Facebook und Twitter.

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